Das kaputte Denken
Dadurch das ich nun selber sowas hier schreibe, lese ich mir natürlich auch andere Blogs durch. Ich betreibe sozusagen Industriespionage. Oder wenn man es anders sehen mag: Ich suche Inspiration.
Was mir dabei oft über den Weg läuft, und mich auch sehr erstaunt und mitnimmt, ist eine oft durchgängig negative Stimmung. Gut, dieses Medium schreit schon förmlich danach es als Sprachrohr für sich selbst zu verwenden. Um alles was einen beschäftigt allen oder auch keinem zugänglich zu machen. Dennoch wundert es mich das es anscheinend so wenig lebenswertes gibt. Auch außerhalb des Internets werde ich gerade von einer "negativen Energie" (wehe es nennt mich nun wer Hippie) erschlagen, dass es sich gewaschen hat.
Diese Kombination ist fieser als mit dem Paddel ein paar auf den Arsch gezeckt zu bekommen (Grüße hierbei an Hohepriester Kaimonkulus).
Woher kommt dieser ganze Schlamm der so viele Leute begleitet? Oder haben wir diese Abgründe alle, bloß verwerten wir den Schrott individuell anders?
Und woher kommt der Zwang alles gewichten zu wollen (Dem geht es schlechter als dem, der hat mehr durchgemacht als der, ...)?
Was ich dazu einfach loswerden muß ist diese folgende, meine (zutiefst subjektive) Ansicht:
Jeder schleppt sein eigenes Kreuz mit sich herum. Der Eine eines aus 2 Tonnen Eichenplanken, das sieht ganz schön schwer aus und er schwitzt und ächzt. Offensichtlich eine harte Angelegenheit.
Der Andere hat nur ein kleines, aus Plüsch. Blau gefärbt mit kleinen Sonnenblumen draufgemalt. Nettes Teil. Allerdings kratzt es unterm Pulli, schreit und hält den Träger wach, wenn keiner da ist und manchmal kackt es in die Ecke wenn´s dunkel ist.
Wem geht´s nun schlechter?
Oder besser: Muß man das denn überhaupt festlegen?
Reicht es nicht zu wissen dass es so gut wie keiner wirklich leicht hat?
Und was ist "leicht" überhaupt?
Wir können alle eine Ausbildung machen oder studieren bis es uns zum Hals raushängt. Wir wohnen in warmen Buden und haben zu Essen. Ein Auto besitzen viele auch, damit kann man zu Freunden oder zur Arbeit (so man welche hat) fahren.
Musik begleitet uns auf Schritt und Tritt und macht uns Freude. Eine warme Bretzel frisch vom Bäcker und ein warmer Kaffee kosten keine 2€ so man nicht unbedingt zu Starbucks muß. Mit so einer leckeren Bretzel kann man schon viel erreichen.
Ist es also wirklich so schlimm? Oder versteift man sich nur gerne auf etwas, was man genau weiß das es partout nicht zu ändern oder zu bekommen ist (oder nur extrem schwer), dies aber das einzige Ziel wird um es sich selbst mal so richtig zu beweisen. Oder um sich von den vielen anderen, nun kleiner erscheinenden aber äußerst penetrant reelleren Problemen abzulenken? Oder oder oder ...
Wir meckern alle auf sehr hohem Niveau. Das ist der einzige moralische Zeigefinger den ich hier erhebe.
"Aaaaber", erheben sich die Stimmen nun,"das was du hier alles genannt hast, ist materiell. Uns geht´s aber in der Birne dreckig!"
Dennoch: Eine gewisse Message sollte daraus hervorgegangen sein (hoffe ich). Die Umgebung ist für alle gleich. Nur der Blick darauf ist ein anderer. Sonst würden manche nicht unter Verfolgungswahn oder anderen Angstzuständen leiden und ich Bretzeln nicht so mögen.
Für den Einen bedeutet nun die schwarze Katze das Pech, der Andere denkt bei diesem Anblick an einen kleinen, netten Mitbewohners der über schlechte Zeiten tröstet.
Also back to basics. In die Hände gespuckt und losgelegt. An den Erfolg und die gute Zeit glauben. Anders geht man doch zugrunde (Beweis: www.nin.com ;) ).
Und immer an die Kreuze denken bevor man hochmütig jemanden als Trottel oder Fischgesicht abstempelt. Oder als verweichlichten Mongo oder Alles-in-den-Arsch-geschoben-Bekommer. Oder bevor man jemanden bewundert und sich einbidet, er würde alles locker durchziehen und nicht auch nur einmal zweifeln.
Vielleicht hat er ein kleines blaues, mit Sonnenblumen...
Eine schöne Nacht dir, mein Internet, und euch imaginären Lesern!
:)
//edit:
Btw: Lieber sich über etwas aufregen, was man getan hat, als ein ganzes Leben darüber zu grübeln, was gewesen wäre wenn man es getan hätte.
Was mir dabei oft über den Weg läuft, und mich auch sehr erstaunt und mitnimmt, ist eine oft durchgängig negative Stimmung. Gut, dieses Medium schreit schon förmlich danach es als Sprachrohr für sich selbst zu verwenden. Um alles was einen beschäftigt allen oder auch keinem zugänglich zu machen. Dennoch wundert es mich das es anscheinend so wenig lebenswertes gibt. Auch außerhalb des Internets werde ich gerade von einer "negativen Energie" (wehe es nennt mich nun wer Hippie) erschlagen, dass es sich gewaschen hat.
Diese Kombination ist fieser als mit dem Paddel ein paar auf den Arsch gezeckt zu bekommen (Grüße hierbei an Hohepriester Kaimonkulus).
Woher kommt dieser ganze Schlamm der so viele Leute begleitet? Oder haben wir diese Abgründe alle, bloß verwerten wir den Schrott individuell anders?
Und woher kommt der Zwang alles gewichten zu wollen (Dem geht es schlechter als dem, der hat mehr durchgemacht als der, ...)?
Was ich dazu einfach loswerden muß ist diese folgende, meine (zutiefst subjektive) Ansicht:
Jeder schleppt sein eigenes Kreuz mit sich herum. Der Eine eines aus 2 Tonnen Eichenplanken, das sieht ganz schön schwer aus und er schwitzt und ächzt. Offensichtlich eine harte Angelegenheit.
Der Andere hat nur ein kleines, aus Plüsch. Blau gefärbt mit kleinen Sonnenblumen draufgemalt. Nettes Teil. Allerdings kratzt es unterm Pulli, schreit und hält den Träger wach, wenn keiner da ist und manchmal kackt es in die Ecke wenn´s dunkel ist.
Wem geht´s nun schlechter?
Oder besser: Muß man das denn überhaupt festlegen?
Reicht es nicht zu wissen dass es so gut wie keiner wirklich leicht hat?
Und was ist "leicht" überhaupt?
Wir können alle eine Ausbildung machen oder studieren bis es uns zum Hals raushängt. Wir wohnen in warmen Buden und haben zu Essen. Ein Auto besitzen viele auch, damit kann man zu Freunden oder zur Arbeit (so man welche hat) fahren.
Musik begleitet uns auf Schritt und Tritt und macht uns Freude. Eine warme Bretzel frisch vom Bäcker und ein warmer Kaffee kosten keine 2€ so man nicht unbedingt zu Starbucks muß. Mit so einer leckeren Bretzel kann man schon viel erreichen.
Ist es also wirklich so schlimm? Oder versteift man sich nur gerne auf etwas, was man genau weiß das es partout nicht zu ändern oder zu bekommen ist (oder nur extrem schwer), dies aber das einzige Ziel wird um es sich selbst mal so richtig zu beweisen. Oder um sich von den vielen anderen, nun kleiner erscheinenden aber äußerst penetrant reelleren Problemen abzulenken? Oder oder oder ...
Wir meckern alle auf sehr hohem Niveau. Das ist der einzige moralische Zeigefinger den ich hier erhebe.
"Aaaaber", erheben sich die Stimmen nun,"das was du hier alles genannt hast, ist materiell. Uns geht´s aber in der Birne dreckig!"
Dennoch: Eine gewisse Message sollte daraus hervorgegangen sein (hoffe ich). Die Umgebung ist für alle gleich. Nur der Blick darauf ist ein anderer. Sonst würden manche nicht unter Verfolgungswahn oder anderen Angstzuständen leiden und ich Bretzeln nicht so mögen.
Für den Einen bedeutet nun die schwarze Katze das Pech, der Andere denkt bei diesem Anblick an einen kleinen, netten Mitbewohners der über schlechte Zeiten tröstet.
Also back to basics. In die Hände gespuckt und losgelegt. An den Erfolg und die gute Zeit glauben. Anders geht man doch zugrunde (Beweis: www.nin.com ;) ).
Und immer an die Kreuze denken bevor man hochmütig jemanden als Trottel oder Fischgesicht abstempelt. Oder als verweichlichten Mongo oder Alles-in-den-Arsch-geschoben-Bekommer. Oder bevor man jemanden bewundert und sich einbidet, er würde alles locker durchziehen und nicht auch nur einmal zweifeln.
Vielleicht hat er ein kleines blaues, mit Sonnenblumen...
Eine schöne Nacht dir, mein Internet, und euch imaginären Lesern!
:)
//edit:
Btw: Lieber sich über etwas aufregen, was man getan hat, als ein ganzes Leben darüber zu grübeln, was gewesen wäre wenn man es getan hätte.
wintermute242 - 4. Sep, 04:27










Die Spirale...
ähhhh, ja so irgendwie...
:-)
The Downward Spiral