Im Grunde ist es so einfach. Die Tipps unserer Väter haben doch irgendwie bestand. ;)
Aber Grübeln tue ich gerade trotzdem. Frau Schneck sagte vor einigen Jahren in einer StraBa in Leipzig, nachdem ich irgendetwas aus dem Nichts von mir gegeben hatte, etwas gereizt zu mir:"Sag mal, du kannst auch keine Sekunde aufhören über irgendwas nachzugrübeln, oder?!"
Manchmal stört es, aber ich glaube es zeichnet mich auf der anderen Seite stark aus. Deswegen bin ich auch umso erfreuter, wenns mal nicht so ist. Harte Kontraste machen einen glücklicher als schnödes Grau.
Achso @ Bo (war ne gute Idee):
"It's gone from light to grey
But I'll move those clouds away"
und:
"Let the demons have their place
If so its angels you'll create"
Mir war von Anfang an klar: Möchtest Du hier überleben
musst Du besser als der Rest sein - es kann nur einen geben.
Meine Chancen standen bei eins zu einer Million,
doch ich hab' an mich geglaubt und es hat sich gelohnt.
Jetzt hab ich lang genug gewartet, meine Zeit ist gekommen;
dieser Platz wird zum Gefängnis, ich befrei' mich davon,
ich spür' den Luftstrom beim ersten Atemzug in meiner Lunge,
hör' wie jemand sagt: "Glückwunsch, ein kerngesunder Junge!"
Die Wärme meiner Mutter wirkt beruhigend auf meine Nerven,
ich öffne meine Augen um 'nen Blick nach draußen zu werfen;
alles ist neu für mich, doch ich bin neugierig,
und ich greif' nach allem, was ich in die Fäuste krieg.
Hier gibt's so viel zu entdecken - zu tasten, riechen und schmecken.
Ist das weich? Was passiert, wenn man es runterwirft? Kann man das essen?
Mama schau, ich lauf', ich hab's schon bis zum Schrank geschafft!
Und Papa ist so stolz auf meinen ersten ganzen Satz.
Ich kann schon über die Tischkante gucken, Mensch, jetzt bin ich groß!
Nur dass Papa immer arbeiten gehen muss find' ich doof,
aber am Samstag füllt er das Planschbecken mit Wasser auf
und dann kommt Marie, das Mädchen aus dem Nachbarhaus,
wir spielen "Vater, Mutter, Kind", später werd' ich sie mal heiraten.
Zum Geburtstag will ich den großen Polizeiwagen.
Meine Mama sagt, ich soll die Zeit noch genießen,
bald musst Du zur Schule, dann ist es vorbei mit dem Spielen.
Ich hab 'ne Bande mit meinen Freunden und ich find Mädchen echt ätzend,
kauf' Panini-Bilder, doch bald sind sie verklebt und vergessen,
und mittlerweile muss ich literweise Clearasil zwecks Akne nehmen,
und es steigen Parties mit Schiebertanzen und Flaschendrehen.
"Mein Sohn, Du bist heute Abend wieder da Punkt zehn!"
Ja, mal sehen, wartet nicht auf mich, ihr könnt ruhig schlafen gehen.
Ehrlich, von meinen Eltern lass' ich mir nix mehr sagen,
genau wie von Lehrern, ey fuck, die woll'n sich alle eh nur wichtig machen.
Nach meinem Zeugnis fragt mich doch später keine Sau mehr,
Man, ich hab'n Traum, ich geh nach Lanzarote und werd' Tauchlehrer.
Parties werden härter so wie die Alkoholika,
es sind Drogen da, und ich hab mein erstes Mal mit Monika.
Das ist ein großes Jahr und nichts wird mehr wie früher sein,
hab' ständig Liebeskummer und den lang ersehnten Führerschein.
Auch die Schule lass' ich halbwegs erfolgreich hinter mir,
aber Ausbildung? Nein danke, es ist das Leben das mich interessiert.
Ich wohn' jetzt in 'ner eigenen Wohnung und bin weg von zu Haus,
wohn' in 'nem Wohnblock in der Stadt und mach' das Beste daraus;
ich träum von 'nem großen Garten und 'ner Dachterrasse,
doch leider bin ich stets im Minus bei der Stadtsparkasse.
Keine Mama ist mehr da, die mir mein Essen kocht
und wenn ich an die Schule denk', dann denk' ich bloß: Ach hätt' ich doch!
Ich find' keinen festen Job, les' in der Zeitung nur den Stellenmarkt,
und Moni zu verlassen, das war keine Heldentat,
und dann am selben Tag noch ins Bett mit Marie.
Wann ich das Inge erzähl? Na besser nie.
An der Bar 'n Bier bestellt, im Club am Klo 'n Näschen gezogen,
dann von den Bullen erwischt, die Taschen voller chemischer Drogen,
drum hab ich den Job verlor'n, der ganz in Ordnung war,
und wer zur Hölle erklärt mir bloß mein Steuerformular?
Ich sag, "Ich bin nicht wie die andern", und merk selbst, wie seltsam es klingt.
Hey kann es sein, dass ich im Club wirklich der Älteste bin?
Freunde überholen mich im Porsche auf der Autobahn,
meine Zukunft hat schon längst begonnen, verdammt, ich brauch 'n Plan!
Doch ich feier lieber Parties und hau mir die Birne weg,
und dann am Telefon Inges Vater, der Firmenchef:
redet irgendwas vom Geld verdienen bei ihm mit Internet,
weil er gern etwas solideres für seine Inge hätt'.
Nur wegen ihr macht er mir 'n paar Angebote,
gut, arbeite ich halt bei ihm und tauch' später auf Lanzarote.
Inge zeigt mir 'n positiven Schwangerschaftstest,
ich weiss zwar nicht so recht, doch lach' sie an und halt' sie ganz fest.
Inge wir heiraten, ich kann nicht neinsagen,
also Ringe kaufen, Aufgebot bestellen, Freunde plus Familien einladen.
Flitterwochen wie versprochen in Venedig,
kurz darauf im Sommer kommt das Baby - unser Glück auf ewig.
David, vom Papa die Nase, Mama die Haare,
die strahlend blauen Augen von Opa - was für ein Knabe!
Das Leben macht Spaß und die Beförderung kommt,
der Mercedes ist schwarz, die Sekretärinnen blond,
und die Nachbarn sind neidisch auf 'ne Familie wie uns,
das Kind und wir sind gesund, und alle lieben den Jungen.
Wir ziehen um in das große Haus am Stadtrand,
das Inges Eltern gehört, wo wir alle endlich Platz ham.
David spielt im Garten, ich schau' vom Fenster aus mit Inge zu,
Die Ehe läuft harmonisch, ja fast so wie im Bilderbuch.
Neulich kam nach all den Jahren wieder 'ne Postkarte von Monika,
aus Lanzarote, und sie schreibt, sie wohnt jetzt da.
Es ist doch komisch, ha? Man sitzt in seinem Mercedes,
rast an allem vorbei und merkt es erst dann wenn es zu spät ist.
Jetzt ist mein Leben doch schon aus mit sechsundvierzig.
Ist doch kein Wunder dass man dauernd deprimiert ist,
meine Frau meint, ich soll zum Therapeuten, doch ich brauch kein',
nicht so einen, mein Seelenklemptner bleibt 'n guter Rotwein.
Mit Inge läufts auch nicht mehr so wie in den besten Tagen,
denn seit den Wechseljahren ist sie kaum noch für Sex zu haben.
David bleibt meine einzige Motivation,
in dieses doofe Büro geh' ich doch bloß für meinen Sohn.
Wir tun doch alles für ihn, ham uns den Arsch aufgerissen,
und er hat den Tauchkurs schon nach vierzehn Tagen geschmissen.
Manchmal glaub' ich, wir lassen ihm zu viel Freiheit;
David, vergiss nicht, um zehn musst Du daheim sein!
Jetzt bin ich dreißsig Jahre in der Firma und das feiern wir,
mein Chef überreicht mir 'ne Münze mit dem Firmenlogo eingraviert,
und bei den meisten zähl' ich hier bereits zum alten Eisen,
aber den Youngsters kann ich immer noch das Wasser reichen.
Ich werd' es allen zeigen, dass ich noch was beweg'
auch wenn sie meinen, meine Programmiersprachen sind nicht mehr up to date.
Na gut, ich hab vielleicht paar graue Haare,
doch das soll nicht heißen, dass ich nichts mehr an Energie und Power habe.
Nur die Familie macht mir grade bisschen Sorgen,
ich will, dass David studiert, nur daraus ist bisher noch nichts geworden.
Er sagt zu mir immer nur: "Live your dreams!",
doch ohne Ausbildung wird das nicht geh'n, denn dann wird er mal nix verdienen.
Und Inge wird nicht grade attraktiver mit den Jahren
drum geh' ich aus und entdeck' den Reiz, für Liebe zu bezahlen.
Ich ruf' sie an und sage: "Schatz, heut' komm' ich später heim,
hab' da 'n Projekt, das muss bis morgen früh erledigt sein."
Und mit meinen Inlineskates halt' ich mich fit und gesund,
und auch wenn ich bald sechzig bin fühl ich mich immer noch jung,
doch dann kommt die Überraschung, David kriegt 'nen Sohn von seiner Mona,
den kleinen Lothar, verdammt - jetzt bin ich Opa.
Es hieß, ich sei ein Teil der Firma, daran ändert sich nichts,
denn in der Abteilung sei noch keiner länger als ich;
sie sagten, sie bräuchten wirklich mehr Männer wie mich,
dann ham sie mir die Hand gedrückt und mich in Rente geschickt.
Und jetzt sitzt auf meinem Stuhl ein andrer hinterm Schreibtisch
und ich lös' die Kreuzworträtsel in der Fernsehzeitschrift.
Denn ich langweil' mich so ohne Beruf
und bin nur glücklich wenn mich mal der kleine Lothar besucht.
Ja ich brauche was zu tun, und deshalb geh' ich in den Garten,
ich stutz' die Hecken, jäte Unkraut und mäh' den Rasen,
und im Winter sind wir wirklich niemals eingeschneit,
denn dann steh ich um sechs Uhr auf und räum' die Einfahrt frei.
Und auch wenn ich von meinen Freunden schon die Namen vergess'
und mein Mercedes eigentlich kaum noch die Garage verlässt,
weil immer wenn ich im Schritttempo durch die Straßen schleich
gleich alle hupen und brüllen, "Ey jetzt fahr' schon, Du Tattergreis!",
will ich kein Leben auf dem Abstellgleis, weil ich noch Power hab',
doch in letzter Zeit bin ich bei meinem Arzt 'n Dauergast.
Denn laufend hab ich irgendwelche Wehwehchen,
und sind die einen vorbei, dann kommen die nächsten.
Meine Augen werden schlechter und mein Kopf wird kahl,
ich krieg 'ne dicke Brille und 'ne große Prostata;
ich bin so schwach, dass ich im Winter nicht mehr schneeräumen kann
und meine Hose fühlt sich oft wie'n feuchter Teebeutel an.
Ich hab mein Leben lang gebuckelt, und was hab ich davon?
'Ne Minirente und 'nen Sohn, der jedes Jahr einmal kommt,
und ich bin so froh, dass es Inge gibt,
denn ohne ihre Hilfe ging es nicht,
und wenn ich aufsteh' wird mir schwindelig.
Und deshalb lieg' ich eigentlich bloß noch in meinem Bett herum,
und statt "Auf Wiedersehen" hör' ich nur "Gute Besserung".
Inge sagt, ich werd schon wieder kerngesund
wenn ich nur immer brav meine Pillen nehm.
Doch ich kenn sie zu gut, und ich spür wenn sie lügt,
und ich fühl genau, dass alle wissen, was hier geschieht.
Ich hab kein' Bock mehr, die blöden Medikamente zu nehm',
seh zu den alten Photos rüber, die am Fensterbrett stehen.
Ich mit Inge frischverliebt am Markusplatz,
die Einschulung von David, das Bild von ihm zum Vatertag,
die Firmenurkunde, die ich zur Rente bekam,
und ich vorm Weihnachtsbaum mit meinem Enkel im Arm.
Vor meinen Augen zieht nochmal mein ganzes Leben vorbei,
ich wollte so vieles machen und hatte so wenig Zeit,
David lächelt mich an, Inge hält meine Hand,
und ich will nur noch schlafen - Man bin ich müde, verdammt.
... aber ich rief nie an, weil ich nicht mehr sprechen kann." (Torch)
:x
Heute ist ein Scheißtag. Aber ich wehre mich nicht. Wenn ich eines gelernt habe, dann dass Scheißtage einfach Scheißtage sind und man nicht mit ihnen diskutiert. ;) Ich glaube auch zu wissen, warum der Tag so ist. Sie hat sich mal wieder des nachts in mein Gehirn geschlichen und in einem Film mitgespielt, den ich mir gezwungenermaßen anschauen musste. Die eigenen Träume haben das (leider) an sich. Ich weiß auch nicht mehr worum es ging, nur dass wir zusammen vor etwas abgehauen sind.
Das Positive an so etwas wie all den letzten Monaten und der Zeit alleine ist, dass man rausfindet wer man ist, wo man hin will und was man braucht (und auf was man verzichten kann), ohne von einem Menschen an der Seite definiert zu werden. Manchmal hat man Angst, wirklich herauszufinden wie es um einen selbst steht und wendet den Blick ab. Man könnte ja enttäuscht werden. Aber dann hilft ja alles nichts, also muß man trotzdem hingucken, auch wenn man eigentlich nicht will. Lieber ein mieses Bild von sich selbst, als gar keines oder gar ein geschöntes. Nunja, das habe ich ja zum Glück hinter mir. Im Moment kann ich mich anschauen und es ist alles okay. Ich kenne mich besser als je zuvor und weiß was ich kann und was ich nicht kann, was ich bin und was ich nicht bin. Mit diesem Wissen bewaffnet ist es um einiges einfacher, die Weichen für sich selbst zu stellen.
Im Moment finde ich es echt faszinierend, wie lange man durch die Welt latschen kann, ohne einen Plan davon zu haben, wie man selbst eigentlich drauf ist. Ich weiß, alles etwas schwer nachvollziehbar, aber ich glaube man kann nach wiederholtem Lesen verstehen, was ich auszudrücken versuche.
In jedem Fall bin ich "repariert" genug, das heisst frei genug von Vorurteilen Bedenken, um wieder jemand in mein kleines, nettes Leben einzulassen. Nur wo findet man so jemanden? In Clubs? In Kneipen? Im Netz? Gar nicht? Ich war die letzten Wochen viel unterwegs, nur lief mir wenig überzeugendes über den Weg. Oder ist es nicht mehr wie früher? Man traf eine Lady und dachte sich "wow!!". Das geht mir irgendwie völlig ab gerade ... wobei, neulich war so ein kurzer Anflug dieses Gefühls da, entschied sich aber dann schnell wieder zu verschwinden. Ich glaube, ich bin auch ein wenig aus der Übung. Natürlich nicht vom Labern her, das verlernt man nie, ich labertüte schon gar nicht. ;) Naja, vielleicht sollte ich noch etwas mehr daran arbeiten, die Vorurteile Bedenken noch weiter aus dem Weg zu räumen.
Ereignisse nebenher:
Meine Fuji tut wieder. Ich dachte seit fast nem Jahr, sie wäre kaputt. Spuckte nur noch Scheisse aus. Neulich hab´ ich sie dem Ari gezeigt, weil er wissen wollte, wie groß seine zukünftige Cam ungefähr ist. Einem Impuls folgend hab´ ich Akkus reingepackt und schwupp, sie ging! Geil!
Ich passe nicht mehr in mein Spock T-Shirt rein. Und nein, ich bin nicht fett geworden. ;)
Komisches Gefühl. Ich habs geschafft. Heute noch die paar letzten Korrekturen, dann gebe ich das Ding ab. Wird teuer, Hardcover kostet. Sieht aber geil aus dann. Am WE geht´s nach S, dann kommts die Woche drauf wieder fix und fertig von der Druckerei nach Hause zu mir. Dann abgeben. Dann "MBA". Komisch, fühl mich ga nichts so. Oder wie müsste man sich denn fühlen? Erwachsen oder so? Oder vllt voll toll ("MBA, boah"). Eher nicht ... dafür lege ich wohl zu wenig wert auf Titel und den ganzen Krempel. Aber nett ist es in jedem Fall wieder was abgeschlossen zu haben. Nun hab´ ich im Prinzip alles, was man so fürs Knete verdienen brauch´ (ausser Berufserfahrung ;) ).
Ich fühle mich gerade wie vor so ziemlich genau 9 Jahren. Das schlimmste ist überstanden, aus einer wackeligen Welt wird langsam wieder eine feste. Auch wenn man sich ansieht wie sich alles entwickelt: ein mindestens brauchbare Richtung. Veränderungen die in einem selbst vorgehen, einen wieder auf die Bahn zurückbringen, vor der man lange zuvor abgewichen war. Aber nicht ganz, ein paar neue Wege haben sich dazugesellt. An der Oberfläche mag ich derselbe geblieben sein, dennoch ging alles nicht spurlos vorbei. In der Tiefe hat sich einiges verschoben, zum Positiven wie zum Negativen. Aber ich denke das die Grundgesamtheit dieselbe geblieben ist. Bin ja ein netter Kerl. ;)
Die Situation ist eine andere, das (emotionale) Grundgefühl ist aber dasselbe. Damals hat mich Thomas D. begleitet, heute tut er es wieder. Mit demselben Album. Ist irgendwie lustig, das Sach´ wieder anzuhören. Man beginnt sich auch so langsam in der (mittlerweile) selbsterwählten "allein auf der Welt" Rolle wohl zu fühlen. Vieles verblasst schneller als man denkt und die neue Haut wird zur Eigenen. Die nächsten Monate werden noch mehr Veränderung mit sich bringen als alles je zuvor. Und wer weiß, vielleicht habe ich ja noch einmal so ein Glück wie damals und treffe jemanden, bei dem es genauso fitzt. Oder eben nicht, da bin ich gerade völlig anspruchslos. Lieber alleine als irgendeine Tröte, die mir auf den Sack geht oder die ich nicht loswerde, wenns doch nicht so toll sein sollte (Bin doch auch sehr schlecht im Herz brechen ... zum Glück). Sowas wäre das Letzte, was ich gerade ertragen könnte.
Interessant ist auch, wie unterschwellig sich dieses Gefühl einschleicht. Es ist noch nicht ganz ausgewachsen und noch sehr unschlüssig, aber es bekommt langsam eine greifbare Form. Mag vllt auch an einigen konsequenten Entscheidungen in der jüngeren Vergangenheit liegen. Noch knappe 5 Monate und ich werde an einem Zeitpunkt ankommen, an dem sich nichts mehr überschneidet. Keine Erinnerungen mehr, keine Gemeinsamkeiten mehr. Denn alleine war ich eigentlich ab Mitte des Jahres, ich habe es nur nicht akzeptiert. Aber da kann der familiäre Kriegsgeist einfach nicht anders. ;) Ich kann nix dafür, ich bekam ihn mit den Genen mit ... und will es auch nicht ändern. Auch wenn es mich erst in den Dreck, dann wieder auf die Beine, dann auf die Knie und wieder mit dem Gesicht in den Dreck gezwungen hat ... würde ich nochmal in eine ähnliche Situation kommen: Ich würde nichts anders machen. Nur wahrscheinlich würde es diesmal mit etwas mehr Souveränität ablaufen. Aber das ist ja normal, man lernt ja dazu und kann aus einem neuen Fundus an Reaktionen und Einsichten schöpfen ... was es einfacher macht.
//edit:
Das Glück war fett, eine große Sau,
es leuchtete strahlend ...
und wir taumelten alle auf die Straße wie Idioten.
Gehetzt sah es aus, wie auf der Flucht ...
Ab heute. Nur zum Bier sei es erlaubt. Bier ohne Kippe geht gar nicht. Und da ich ja auch kaum mehr was trinke, ist das auch weniger das Problem. Also, los gehts ... *schlidder.
Und zur Kieser-Folter gehts auch. Die Woche Probetraining.
Vorsicht! Gesund! ;)
//edit:
Grmf. Jetzt haben die erst am 20. Zeit. Na egal, dann eben noch solange hier daheim die Gewichte rumschmeissen. Eine Woche hin oder her ist nu auch egal.
So, und da ich ja nun voll gesund und so bin ... fresse ich jetzt erstmal ein Cordon Bleu mit Pommes und Bratensoße + Majo und Ketchup. Harharharhahrarhr. *schling*
//edit2:
Oh, ich glaube ich versage jämmerlich. Wie es mich jetzt schon lockt. Hui. Vllt will ich auch nur zu viel auf einmal ... hm ... *grübel*
//edit3:
Keuchkeuch. Es klappt doch.
//edit4:
Naja, nicht ganz. ^^
Aber auf maximal 3 pro Tag bin ich runter. Das ist fein. =)
Schreib wie ein N****r, das matscht die Birne platt. Aber hey, ich beneide euch Geschichtsstudenten mal gar nicht. Das ist ja genauso schlimm wie Wirschafts-Blabla. Heute dem Herrn P. geholfen, einen total verzwickten, englischen Text über die russische Landwehr zu entziffern ("Opolchenie"). Da platzt einem ja die Rübe, bei dem was die Historiker so alles verzapfen.
Dann bringt man das alles in eine verständliche Form, nur um dann wieder nichts mehr von dem zu kapieren, was die eigentlich sagen möchten. Und im Netz findet man auch nix über dieses Thema, man wills gar nicht glauben. :P
So, nun lasse ich meinem Matschhirn mal ein bisschen Ruhe zukommen und penne.
Der Tag beginnt, aber man ist noch nicht so wirklich angekommen. Alles funktioniert noch eher aus Reflex als allem Anderen.
Dann beschließt man, das Kaffee von Nöten ist, dazu noch etwas mit Zucker drin und vllt ein Laugenbrötchen. Der Laden ist unten, also kurz etwas übergeworfen und raus aus der Türe. Sieht ja eh keiner, wie man aussieht.
Die Wohnungstür auf, die Haustier auf und schon ist man draußen. Und nimmt auf, was einen umgibt. Die Terrasse, die Steine dort. Das Unkraut, das hervorsprießt. Der Silberne steht da und die Sonne scheint. Ein recht hartes Licht, das den Schatten eines Baumes über die Straße wirft.
Regentropfen schillern auf der Dachkante und ein paar Blätter haben sich auf der Haube festgesaugt. Alles ist überdeutlich, aber doch surreal.
Wahrnehmung ist das subjektivste auf der Welt.
Wie mache ich alles wieder "echt"?
Vielleicht flackert ja bald die Matrix.
Nebenher freue ich mich noch aufs Solo Album von Serj Tankian.
Das ist soooo geil geschrieben. Komisch, das ich es hier noch nicht hingepostet habe:
It doesn’t interest me what you do for a living.
I want to know what you ache for
and if you dare to dream of meeting your heart’s longing.
It doesn’t interest me how old you are.
I want to know if you will risk looking like a fool
for love
for your dream
for the adventure of being alive.
It doesn’t interest me what planets are squaring your moon...
I want to know if you have touched the centre of your own sorrow
if you have been opened by life’s betrayals
or have become shrivelled and closed
from fear of further pain.
I want to know if you can sit with pain
mine or your own
without moving to hide it
or fade it
or fix it.
I want to know if you can be with joy
mine or your own
if you can dance with wildness
and let the ecstasy fill you to the tips of your fingers and toes
without cautioning us
to be careful
to be realistic
to remember the limitations of being human.
It doesn’t interest me if the story you are telling me
is true.
I want to know if you can
disappoint another
to be true to yourself.
If you can bear the accusation of betrayal
and not betray your own soul.
If you can be faithless
and therefore trustworthy.
I want to know if you can see Beauty
even when it is not pretty
every day.
And if you can source your own life
from its presence.
I want to know if you can live with failure
yours and mine
and still stand at the edge of the lake
and shout to the silver of the full moon,
“Yes.”
It doesn’t interest me
to know where you live or how much money you have.
I want to know if you can get up
after the night of grief and despair
weary and bruised to the bone
and do what needs to be done
to feed the children.
It doesn’t interest me who you know
or how you came to be here.
I want to know if you will stand
in the centre of the fire
with me
and not shrink back.
It doesn’t interest me where or what or with whom
you have studied.
I want to know what sustains you
from the inside
when all else falls away.
I want to know if you can be alone
with yourself
and if you truly like the company you keep
in the empty moments.