Kolumne oder so

Montag, 21. April 2008

Back home at last, Sammelnews

Uffz.

Das Wochenende bestand aus ungefähr 800 Kilometern Autofahrt, dem Aufsuchen gefühlter 200 Verwandter, dem Fotografieren einer Taufe (was zum Glück gut klappte), Fresserei und Sauferei und einem Ausklang beim Rob, daraufhin raus und ab zu den Behörden. Nun endlich wieder daheim und ein wenig Ruhe. Mal die Bilder durchgehen dann und schauen, welche richtig gut geworden sind, dann pimpen und eine kleine best-of Sammlung machen.

RAW-Formate sind zwar toll, aber doch etwas arbeitsintensiver. Und man sieht, wie übel die Kamera in den Bildern rumfuhrwerkt, welche man als jpgeg direkt abspeichert. Von wegen Kamera XY ist rauscharmer als YZ. Wer das auf Jpeg-Basis testet, vergleicht nur die Hardware-Rauschunterdrückung, sonst gar nix. Der neue Blitz und die Sanyo-Akkus haben gute Arbeit geleistet, die Kamera war nach 400 Bildern immer noch auf fast vollem Ladestand und auch der Blitz machte nicht schlapp. Respekt. (K100D Super + Metz AF 48, für alle die es kratzt und zufällige Mitleser).

Weiterhin muss ich The Old Dead Tree nun in meinen Musikolymp erheben. Ich hab auf der Rückfahrt die Perpetual Motion von Anfang bis Ende durchgehört und nun endlich den kompletten grip für diese Band bekommen. Die haben 2 wahnsinnig geile Konzeptalben veröffentlicht (water fields / perpetual motion), welche sich nur im Zusammenspiel mehrerer Songs wirklich gut anhören und sich komplett entfalten. Auch die Metalreviews tun sich schwer diese Band in eine Schublade zu packen, der allgemeine Tenor ist eine Mixtur aus Doom/Death/Prog- und Gothicmetal. Kommt auch ganz gut hin. Ich mag es, wenn eine Scheibe viele Kontraste und Höhepunkte hat, ein System dahintersteckt und man viel wiedererkennt, nur in anderer Form. Die Lyrics sind fast Nails-Mäßig und "The Water Fields" beschäftigt sich mit einem imaginären Ort, an den man sich flüchtet um allem Negativen zu entgehen, was einem um die Ohren gehauen wird, und sich auszuruhen. Die "Water Fields" eben.
Anfangs machte ich den Fehler, einfach nur wahllos verschiedene Songs zu hören und mich nicht näher damit zu beschäftigen bzw. sie im Kontext zueinander zu hören. Das klappt mal voll nicht, also wen es interessiert: Eines der Alben starten und einfach laufen lassen, das macht die Sache deutlich einfacher. Jedenfalls bin ich nun von Anfangs 6/10 Punkten overall bei 11/10 angekommen. Der Hammer. Auch wird zugunsten der Songs auf nervig übertriebene Frickelstellen verzichtet. Auch wenn manchmal Chaos ausbricht, es wird nie zu viel oder überzogen. Nett ist auch wie die Stimme eingesetzt wird. Ich kann nix weniger leiden, als wenn "hauptsach gegrunzt oder geschrien" wird, egal ob man nun über sanfte oder harte Themen singt ("Liiiieeeeäääböööö" *gruuunz*). Hier folgt die Stimme eben dem Song und nicht einer festgelegten Philosophie (wir spielen Metal, also grunzen wir, egal was passiert). Find ich gut.

"I mean, how many bands out there can claim to implement a powerful outbreak as well into an overall very melancholic and at times almost frail song such as “What’s Done Is Done”? Exactly my point."

-- metal-observer
(Quelle: www.metal-oberver.com)

"Wer den meisten Spielarten metallischer Musizierkunst einigermaßen aufgeschlossen gegenübersteht und keine Angst vor einer melancholischen Grundstimmung hat, muss „The Water Fields“ haben – es macht mit zunehmender Dauer süchtig."

-- metal-news
(Quelle: www.metal-news.de)

Vor allem dem letzten Satz muss ich zustimmen. Man findet sooo viele Details auf Dauer. I gfrei mi! ^^ Die Jungs mögen jetzt zwar nicht Neuland betreten, aber ich hab selten Musik mit so viel Charme und Seele gehört. Und das zählt ja letztendlich. Wer sich nicht die Zeit nehmen möchte und einen kurzen Einblick wünscht: Hört euch "is your soul for sale" an. Dieser Song schafft am ehesten einen Überblick. Oder auch wieder nicht ... ach, machts im Notfall halt. ;)

Nett wie ich immer immer bin hab´ ich ihn auch hier embedded:



Und der Song davor, "What´s done is done":



Noch was tragisches heute:
Ich habe mir was zu Essen beim MC geholt. Dort wollte ich einen Erdbeershake haben. Der war aus. Alle anderen schmecken scheisse. Dann nahm ich halt ein normales Getränk und wollte mir eine Apple-Coke machen. An dem Zapfdings hing dann ein "Defekt" Schild überm Lift. Gabs halt Cola ... gay.

Sonntag, 20. Januar 2008

Haben PC-Zocker einen Stock im Arsch?

Konsumieren die Konsumenten das was ihnen gefällt, oder jedes was ihnen auf lange Sicht vorgeschrieben wird? Kann ein Markt sich selbst desensibilisieren was Vielfalt angeht? Der PC-Markt besteht zu einem großen Anteil aus 3D-Shootern und über diese wird auch am intensivsten Berichtet und Diskutiert (Losgelöst von MMOs).
Ich habe das Gefühl dass der Einbruch des PC-Spielemarktes nicht von einem Überholmanöver der Konsolen kommt, sondern eher von einer Übersättigung an immer gleichen Spielen. Konsolen bieten die viel größere Vielfalt, welche dort auch besser angenommen wird. Schräge Konzepte verkaufen sich (meistens) zielgruppenunabhängig besser als ihre Brüder und Schwestern auf dem PC.

Also ich finde PC-Zocker haben wirklich zum Großteil einen Stock im Hintern und blockieren Neuerung und Vielfalt, obwohl sie die ganze Zeit lauthals danach schreien. Was nicht bekannt ist, wird nicht gekauft. Man sieht es oft an großer Resonanz im Vorfeld, hinterher wird dann doch lieber ein moderner Shooter gekauft. Wobei die es mittlerweile auch schon deutlich schwieriger haben. Wohl einerseits wegen der Übersättigung des Marktes, andererseits weil die Leute den Einheitsbrei nicht mehr zocken wollen. Allerdings brechen sie aber auch nicht aus den gewohnten Bahnen aus und probieren neue Konzepte aus.

Man könnte es auch beidseitige Stagnation nennen.

Montag, 29. Oktober 2007

F-Klasse Science Fictions die Zweite

Nachts stösst man wieder auf geile Sachen, wenn man die Augen nicht zubekommt. Diesmal "es Lebt!". Die Menschen fliehen vor der kaputten Atmosphäre. Ein Doc und seine Frau züchten, nachdem alles im Eimer ist, ein Ökosystem in ihrem Haus. Die anderen Menschen haben Schiss und starten eine Hexenjagd.
Nachdem die beiden sich zu Mikrobengeistern weiterentwickelt haben, wird das Haus gestürmt. Zwischendrin vögelt der Sohn noch die Tochter des fiesen Coachs. Natürlich an einem Wasserfall mit euterschwingenden Delphin-Einlagen.
Einer Dame mit Flammenwerfer im Haus wird das Schicksal zuteil, vom Ökosystem assimiliert zu werden. Vorher platzen ihr aber noch die Titten aus dem Anzug. Und am Ende fressen die Mikroben noch "der Blonden" die Kleider vom Leib und sie fällt ins Wasser. Die 80er rulen einfach. =D

Also, N8 zusammen! Habt eine Gute. =)

Mittwoch, 12. September 2007

Grundsinn von Ästhetik

Man schaut sich in der Welt um.
Große Menschen, kleine Menschen, dicke Menschen, dünne Menschen, eine Mischung aus alldem oder nichts wirklich definierbares. Man sieht die vier oder mehr Wände, in denen sie Leben (materiell und immateriell) und beobachtet die Gestik, Mimik, die natürlichen oder einstudierten Bewegungsabläufe.
Was man daraus macht und schließt, wird immer ein Ergebnis der eigenen Weltanschauung sein. Aber das steht hier ja nicht zur Debatte, da es ja mein Blog ist. ;)

Jedenfalls kann ein unbedarfter Blick in die große, weite Welt hinaus ja sehr interessant sein, sofern man sich seiner rosaroten oder sonstwie verzerrenden Brille ein wenig entledigen kann. Komplett wird man sie natürlich nie ablegen können.
Ich für meinen Teil bin da aber gerade wenig überwältigt. Und da komm ich auch schon zur Erklärung der Überschrift. Ein Grundsinn von Ästhetik sollte doch (fast) jedem Menschen in der Wiege liegen. Zumindest soweit, das man ein Regal nicht vor ein Fenster stellt (Ausnahmesituationen ausgeschlossen). Wobei das Beispiel wieder hinkt, da es ja auch sehr pragmatisch ist, nichts undurchsichtiges vor ein Fenster zu stellen.
Niemand ist perfekt, logisch. Darum solls hier aber auch nicht gehen. Am besten erkläre ich an einem Beispiel, was ich meine:

Nehmen wir eine fiktive Person. Nennen wir sie der Einfachheit halber Anna. Anna geht ins Fitnessstudio, hat farblich zusammenpassende Klamotten im Schrank, schmiert sich die richtige Portion schminke ins Gesicht (sieht also nicht aus wie frisch vom Gipser), weiß, wie man sich die Zähne putzt und hat ein hübsch geschnittenes Gesicht. Dazu ein offenes, freundliches Wesen und die Fähigkeit, Kerzen so hinzustellen, dass sie weder die Gardinen abfackeln, noch völlig deplaziert irgendwo im Raum stehen. Nur ein Problem plagt sie wirklich: Ihre leicht zu groß geratene Nase, was aber halb so schlimm ist. Oder wäre.
Lange Rede, kurzer Sinn: Anna lässt sich piercen. Und zwar in die Nase. Dreimal. Eines in der Mitte, einen Ring in den linken Flügel, einen Stecker in den Rechten.

Warum?

P.S.:
Das Geschreibsel soll einen Gedankengang meinerseits darstellen und sich keineswegs nur auf die Optik reduzieren. So lässt es sich nur leichter erklären, da man es sich so eher vorstellen kann. Trotzdem triffts nicht genau den Punkt, aber wer mich kennt und es genau wissen mag, kann mich ja mal bei einem Bier abpassen. Kaffee nehme ich auch gerne. ;)

Wer Galgenhumor findet, darf ihn behalten. ;)

//edit:
Und ja, da Geschreibsel ist sehr wirr, bitte nicht ernstnehmen.

Samstag, 30. Juni 2007

Die Nagolder Narren

In Nagold gings auf, die Schwaben haben halt Temperament. Folgende Geschichte hat sich, laut der regionalen Zeitung hier, ereignet:

Ein junger Kerl fährt mit seiner Ex im Auto rum.
Die verzanken sich irgendwann so dermaßen, das er anhält und sie aus der Karre schmeißt. Die nette Dame bekommt einen Wutanfall und tritt ihm eine Delle in die Türe.
Anstatt zur Werkstatt zu fahren und die randale-Ex mit einem gesalzenen Kostenvoranschlag aus den Latschen zu zimmern, gibt er Gas und fährt zum Haus in dem das Mädel wohnt. Davor steht ihr Auto. Praktischerweise ist dort auch gleich eine Schaufel griffbereit. Rache ist Blutwurst: Er schlägt die Karre kurz und klein.
Das jedoch sieht die gute Mama. Anstatt die Bullen zu rufen und sich die Karre ersetzen zu lassen, muß natürlich das Prinzip "Auge um Auge, Zahn um Zahn" herhalten. In einem guten Haushalt gibts natürlich mehr als nur eine Schaufel. Mit der wird also nun das Auto des marodierender Ex-Mackers zu klump geschlagen und der Seitenspiegel abgehackt. =D

Ende des Spaßes: Keiner hatte mehr ein Auto.

Weitere News des Tages, WiMu ist wieder ein Neidhammel:
*seufz*
Was für ein geil geschriebener Text.
Ich bin so neidisch auf den Reznor.

staring at the sea
will she come?
is there hope for me
after all is said and done
anything at any price
all of this for you
all the spoils of a wasted life
all of this for you
all the world has closed her eyes
tried faith all worn and thin
for all we could have done
and all that could have been

ocean pulls me close
and whispers in my ear
the destiny I've chose
all becoming clear
the currents have their say
the time is drawing near
washes me away
makes me disappear

I descend from grace
in arms of undertow
I will take my place
in the geat below

I can still feel you
even so far away


Ist von der Fragile, The Great Below.
Vor allem der vorletzte Absatz hats mir angetan.
Das ist ja schon fast biblisch.
Und ich bekomm die Scheißplatte nirgends auf Vinyl her. Und wenn, dann für 300€.
Die ham se wohl nicht mehr alle ...

Dienstag, 20. Februar 2007

Hängt die Narren an die Latern´

Mein lieber Herr Gesangsverein ... kann mir jemand verraten in welcher geistigen Umnachtung ich S. versprochen habe zur Fasnet nach VS zu kommen?
Ich bin ja wirklich Massenkompatibel und muß nicht immer bösen Goter-Rock oder gemeinen Metal oder Krach-Elektro hören. Aber sowas geht doch gar nicht. Wäre die Musik nicht, könnte man das ja noch fast ertragen. Die ist aber leider völlig resistent gegen egalsaufen oder weghören. Und vor allem hat jedes 2te Lied dieselbe Melodie.

Läuft man etwas in der Gegend herum (wenn man denn überhaupt noch Platz dafür hat, die U-Bahn in Tokyo ist ein Witz dagegen) hat man nichts davon ausser nach 2 Metern von einer Horde Irrer abgefangen zu werden die einem Bier übers T-Shirt leeren und dabei versuchen einem das Gehirn mit Hilfe von Trillerpfeifen aus dem Kopf und bis nach Mekka zu schießen.

Draussen muß man aufpassen nicht dauernd eine Bierflasche an den Kopf geworfen zu bekommen oder in Kotze zu treten. Und am allerbesten noch darauf auszurutschen. Eventuell hat man noch das Glück von einem Wohltäter einen Jägermeister spendiert zu bekommen (würg).

Geil sind auch versuchte Dialoge oder Fragen.

"Wo ist denn hier das Klo?"
"Narriii!!§!"§!!!!!!!!"


Oder:
"Und, was machst du so ausser Fasching"?
"Iuchbihnmjmahnchmalbaaimarbaidnoderso. Un du?!"
"ähm ..."


Aber nett wars dennoch. Die Leute waren gut drauf und der komisch aussehende Mann im Pub hat den geilsten Cuba Libre der Welt gemacht. Mit dem hab´ ich mir dann den Rest gegeben. 2-3 davon zum ausklingen lassen leisten da ganze Arbeit.
Am Tag drauf (also heute oder gerade schon wieder morgen .. ähm ... ja.) gings mir erstaunlich gut. Ausser das ich total platt war (aber nix Schlecht, nix Kopfweh) und um 14:00 (also nach 7 Stunden pennen) von der Arzthelferin meines Zahnklempners geweckt wurde die mir irgendwas erzählt hat. Ich hab´ kein Wort geblickt und erinnere mich daran, daß sie mir anbot später zurück zu rufen. Vielleicht würde ich sie dann verstehen. :D

Trotzdem wars mein letzter Fasching/Fasnet/Bla was es sonst nocht gibt. Da geh´ ich für die Kohle lieber 2x in die Rockfabrik und saufe so viel, das ich noch 2 Tage später blau bin. Fasnet ist nämlich auch noch teuer dazu ... sozusagen mit teilweise Freibier-subventionierter Masochismus. Komische Welt. ;)

Dienstag, 26. Dezember 2006

Fernsehen

Seit ich in TÜ wohne, schaue ich wieder öfters in die Glotze. Teils aus Langeweile, teils weil der Rest gerade schaut oder der Fernseher halt so nebenher läuft.
Heute kratzte Advanced Warfighter dauernd ab und so entschlossen sich Drunken D und Meinereiner eben jenes Gerät anzumachen.

Zuerst lief irgendwas mit "Teenage Caveman". Diese genial inszenierte Geschichte erzählt von einer Horde in Höhlen lebender Menschen (Nach der Apokalypse oder etwas vergleichbarem). Die haben den Sex verboten und dürfen nicht saufen. Als wenn das nicht schon erbärmlich genug wäre, stürmt es auch noch die ganze Zeit. Es geht also ähnlich zu wie in Glasgow vor 20:00 und nach 22:00 Uhr.
Ein paar Teens finden irgendwann eine Hightech-Hütte mit einem gestörten, koksenden Pärchen welches dauernd vögelt und sich eine Flasche Whiskey nach der anderen reinkübelt. Soweit zu unserer Rekonstruktion, wir haben erst zur Mitte reingeschaltet.
Die sind wohl mit einem unsterblich machenden Übervirus infiziert der sich (wer hätte es gedacht?) durchs F I C K E N überträgt.
Natürlich finden das die Cavemen und Women voll geil, saufen und bumsen mit. Die erste die vom Koksmann geballert wird verträgt den Virus nicht und platzt daraufhin einfach so. Der Rest rammelt fröhlich in der Gegend herum bis Herr Koksbirne völlig ausrastet und seine Asiatenbraut dahinmeuchelt.
Vergessen habe ich noch den (auch infizierten, aber nicht geplatzten) Freund der blonden Hauptschickse (Meg Ryan für arme), welcher dann natürlich alle rettet. Am Ende bumst er sie auch noch, sie platzt wohl (wird nicht geklärt, offenes Ende, hui) und macht dann genauso weiter wie die beiden unsterblichen Bechernasen vorher. Etwas Sozialkritik also noch am Ende...

HEILIGE SCHEISSE!
Pro 7 hat auch noch Geld dafür gezahlt dieses Ding senden zu dürfen. Aber sehr geil war das. Warum nicht mehr davon? Ehrlich gesagt schaue ich mir so eine Seuche noch lieber an als den Hollywood Schund, welcher seit Jahren meinen Sinn für Story und Charaktäre quält, oder irgendwelche deutschen Möchtegern Hollywood-Kopien (kopiere nie eine schlechte Vorlage, sie wird nicht besser werden. Ihr lernt es nie).

Weiter geht´s nach doller Werbung mit "Leon, der Profi". In meinen Augen einer der besten Filme der Weltgeschichte (Ja, ich weiß, er kommt auch von "dort", ist ja nicht alles mies). Der Film fängt mit einem sehr eindrucksvollem Auftakt an, führt dann ein paar Figuren in die Geschichte ein und zeigt den Alltag einer vergammelten Familie. Ihr kennt ihn sicher.
Es folgt die wirklich sehr intensive Szene als die kleine Tochter mit der Milch den Gang entlang läuft, ihren toten Vater sieht und einfach weiter läuft. Zu Leons Tür. Mit Tränen im Gesicht klingelt sie und hofft das der Auftragskiller ihr öffnet, damit sie nicht auch noch von den marodierenden Lakaien des Pillendealers erschossen wird. Er ringt mit sich, sie weint, und schließlich öffnet er die Tür.
SCHNITT
"Uaaaaaaaöööh. Uööööaaah. Uööööh. Geile Fotzen wollen deinen Pimmel. Uaaah. Schicke "geil1" an die 42421 und reib deinen Lümmel schonmal mit Melkfett ein. Uaaaah!"
SCHNITT
"Geile Mamas zeigen ihre fetten Titten. schicke "Schwampe" an die 0190 66 66 66"

-.-

Was zur Hölle?!
Ich meine, Werbung schön und gut, wenn´s denn sein muß ... aber doch nicht SO. Das ist wie ein Tritt von hinten in die Eier während man gerade den schönsten Sonnenaufgang seit Menschengedenken beobachtet nachdem man im Lotto gewonnen, 5 Köpfe aus der Bong geraucht, eine Flasche Southern Comfort getrunken und Sex mit Kate Beckinsale hatte.
Sowas kann man doch nicht machen. Nicht einfach so. Nicht ernsthaft. Ich frage mich wie weit der Medienfilter mancher Menschen schon ausgeprägt oder abgestumpft wurde das sowas so gut wie niemanden ankotzt. Oder doch? Ich höre zumindest wenig Gejammer. Scheint in Ordnung zu gehen.

Ich weiß nun zumindest warum ich aufgehört habe ausser Nachrichten irgendwas anzuschauen. Musikvideos gehen ja auch nicht mehr. Es kommen am Tag nur noch 3 verschiedene, eingerahmt von 3000 Tickern in denen Tobi der Anna gerade sagt das sie viel geiler als die Üzschmek ist. In einem Postkartengroßen Fenster sieht man dann noch die Reste des Videos. Wenn man immenses Glück hat, ist es auch kein RnB Gejaule oder Neo-NDW Schrott, sondern mal was anständiges. Das wird aber dann vor dem Solo abgebrochen, kann man ja nicht mitsingen oder besoffen gröhlen.

Ich will ja nicht davon reden das früher alles besser war (schaut euch mal Werbung aus den 80ern an, dann noch lieber Klingeltonwerbung von Jamba, ehrlich), aber muß das denn so weitergehen? Was kommt als nächstes? Ich warte nur darauf bis jemand auf die Idee kommt, das man Filme auch in einen Rahmen aus Werbetickern packen könnte...

So far so good. Ich werde mich nun also wieder von diesem Ding fernhalten. Da verstehe ich doch wieder die WoW-Grinder, welche lieber 300 Furbolgs mit der Axt zerhacken um ein paar Goldmünzen zu verdienen...

So Long und guten Rutsch, ihr Bimbos!

Montag, 4. September 2006

Das kaputte Denken

Dadurch das ich nun selber sowas hier schreibe, lese ich mir natürlich auch andere Blogs durch. Ich betreibe sozusagen Industriespionage. Oder wenn man es anders sehen mag: Ich suche Inspiration.
Was mir dabei oft über den Weg läuft, und mich auch sehr erstaunt und mitnimmt, ist eine oft durchgängig negative Stimmung. Gut, dieses Medium schreit schon förmlich danach es als Sprachrohr für sich selbst zu verwenden. Um alles was einen beschäftigt allen oder auch keinem zugänglich zu machen. Dennoch wundert es mich das es anscheinend so wenig lebenswertes gibt. Auch außerhalb des Internets werde ich gerade von einer "negativen Energie" (wehe es nennt mich nun wer Hippie) erschlagen, dass es sich gewaschen hat.
Diese Kombination ist fieser als mit dem Paddel ein paar auf den Arsch gezeckt zu bekommen (Grüße hierbei an Hohepriester Kaimonkulus).

Woher kommt dieser ganze Schlamm der so viele Leute begleitet? Oder haben wir diese Abgründe alle, bloß verwerten wir den Schrott individuell anders?
Und woher kommt der Zwang alles gewichten zu wollen (Dem geht es schlechter als dem, der hat mehr durchgemacht als der, ...)?

Was ich dazu einfach loswerden muß ist diese folgende, meine (zutiefst subjektive) Ansicht:
Jeder schleppt sein eigenes Kreuz mit sich herum. Der Eine eines aus 2 Tonnen Eichenplanken, das sieht ganz schön schwer aus und er schwitzt und ächzt. Offensichtlich eine harte Angelegenheit.
Der Andere hat nur ein kleines, aus Plüsch. Blau gefärbt mit kleinen Sonnenblumen draufgemalt. Nettes Teil. Allerdings kratzt es unterm Pulli, schreit und hält den Träger wach, wenn keiner da ist und manchmal kackt es in die Ecke wenn´s dunkel ist.

Wem geht´s nun schlechter?
Oder besser: Muß man das denn überhaupt festlegen?
Reicht es nicht zu wissen dass es so gut wie keiner wirklich leicht hat?
Und was ist "leicht" überhaupt?

Wir können alle eine Ausbildung machen oder studieren bis es uns zum Hals raushängt. Wir wohnen in warmen Buden und haben zu Essen. Ein Auto besitzen viele auch, damit kann man zu Freunden oder zur Arbeit (so man welche hat) fahren.
Musik begleitet uns auf Schritt und Tritt und macht uns Freude. Eine warme Bretzel frisch vom Bäcker und ein warmer Kaffee kosten keine 2€ so man nicht unbedingt zu Starbucks muß. Mit so einer leckeren Bretzel kann man schon viel erreichen.

Ist es also wirklich so schlimm? Oder versteift man sich nur gerne auf etwas, was man genau weiß das es partout nicht zu ändern oder zu bekommen ist (oder nur extrem schwer), dies aber das einzige Ziel wird um es sich selbst mal so richtig zu beweisen. Oder um sich von den vielen anderen, nun kleiner erscheinenden aber äußerst penetrant reelleren Problemen abzulenken? Oder oder oder ...
Wir meckern alle auf sehr hohem Niveau. Das ist der einzige moralische Zeigefinger den ich hier erhebe.

"Aaaaber", erheben sich die Stimmen nun,"das was du hier alles genannt hast, ist materiell. Uns geht´s aber in der Birne dreckig!"

Dennoch: Eine gewisse Message sollte daraus hervorgegangen sein (hoffe ich). Die Umgebung ist für alle gleich. Nur der Blick darauf ist ein anderer. Sonst würden manche nicht unter Verfolgungswahn oder anderen Angstzuständen leiden und ich Bretzeln nicht so mögen.
Für den Einen bedeutet nun die schwarze Katze das Pech, der Andere denkt bei diesem Anblick an einen kleinen, netten Mitbewohners der über schlechte Zeiten tröstet.

Also back to basics. In die Hände gespuckt und losgelegt. An den Erfolg und die gute Zeit glauben. Anders geht man doch zugrunde (Beweis: www.nin.com ;) ).
Und immer an die Kreuze denken bevor man hochmütig jemanden als Trottel oder Fischgesicht abstempelt. Oder als verweichlichten Mongo oder Alles-in-den-Arsch-geschoben-Bekommer. Oder bevor man jemanden bewundert und sich einbidet, er würde alles locker durchziehen und nicht auch nur einmal zweifeln.

Vielleicht hat er ein kleines blaues, mit Sonnenblumen...

Eine schöne Nacht dir, mein Internet, und euch imaginären Lesern!

:)

//edit:
Btw: Lieber sich über etwas aufregen, was man getan hat, als ein ganzes Leben darüber zu grübeln, was gewesen wäre wenn man es getan hätte.

Neon Aisles

Deeper into the fields ... neonaisles[at]gmail.com

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